Lynn Hershman Leeson: A History of Her Own ist der erste Sammelband mit Essays über das Werk der renommierten Künstlerin und Medienpionierin Lynn Hershman Leeson. Er erscheint anlässlich ihrer ersten Einzelausstellung in Düsseldorf, in der Julia Stoschek Foundation, kuratiert von Lisa Long. Das Buch vereint auf 400 Seiten mehr als vierzig Nachdrucke und eigens dafür verfasste Beiträge, umfasst fünf Jahrzehnte von Hershman Leesons wegweisendem Schaffen und zeichnet dessen Einfluss auf verschiedene Disziplinen nach.
Seit den 1960er-Jahren prägt Hershman Leeson die künstlerischen Diskurse über Performance, Interaktivität, Cyborgs, Überwachung, künstliche Intelligenz und Biogenetik und ebnete damit den Weg, dem viele Generationen folgen sollten. Sie hat mit einigen der bedeutendsten Wissenschaftler:innen unserer Zeit zusammengearbeitet und die Kunst in komplexe Dialoge mit der Wissenschaft eingebracht. Als Professorin und Kritikerin hat Hershman Leeson ausführlich über Kunst, Medien und Politik geschrieben. Zwischen 1974 und 1978 beauftragte sie im Rahmen des Floating Museum, das sie als Plattform für Künstler:innen gründete, die damals von Institutionen ausgeschlossen waren, mehr als dreihundert Künstler:innen, Kunstwerke im öffentlichen Raum zu präsentieren. Neben ihrer künstlerischen Arbeit hat Hershman Leeson sechs Spielfilme und Dokumentarfilme geschrieben und inszeniert. Eine Auswahl davon – darunter Conceiving Ada (1997), Teknolust (2002) und !Women Art Revolution (2010) – wird im Begleitprogramm zur Ausstellung gezeigt.
Texte von Katherine C. M. Adams, Line Ajan, Hilton Als, Karen Archey, Robert Atkins, Jack Chipman, Hilaire Dufresne, Judith Dunham, Alfred Frankenstein, Rudolf Frieling, Gabriella Giannachi, Herbert Goode, Josefin Granetoft, Isobel Harbison, Martin Herbert, Lynn Hershman Leeson, Sabine Himmelsbach, Juliana Huxtable, David E. James, Amelia Jones, Prudence Juris, Pamela M. Lee, Lisa Long, James Minton, Margaret Morse, Margot Norton, Peggy Phelan, Laura Poitras, Moira Roth, Abigail Solomon-Godeau, Yvonne Spielmann, Jordan Stein, Kyle Stephan und Diane Tani