Against the Structural Weight of Catastrophe: A Poetics of Negation
Welche Form nimmt die Enormität der palästinensischen Katastrophe an, und durch welche politischen Grammatiken wird ihr andauernder Zustand gestört und bestritten? Die Autoren schlagen vor, die Nakba weder als ein isoliertes Ereignis noch als eine verfestigte Struktur zu lesen, sondern als eine Reihe gewalttätiger Verneinungen, die parallel zur katalytischen Kraft des Widerstands verlaufen, indem sie materialistische Kritik mit poetischen Einwürfen verbinden. Dabei lenken sie den Fokus von überbestimmten Theorisierungen kolonialer Gewalt hin zu generativen Praktiken der Verweigerung und warnen vor der strukturellen Schwere und der auferlegten Permanenz des Siedlerkolonialismus. Wie die Palästinenser wiederholt gezeigt haben, ist die koloniale Grenze nicht undurchdringlich. Das Heft setzt sich auch kritisch mit Iterationen von Palästinas verschwindender Karte auseinander, die häufig als bequeme Zusammenfassung der Enteignung verbreitet wird. Diese kartografischen Darstellungen werden als Negativbild neu interpretiert, das mit jedem Akt des Widerstands schärfer wird und sich allmählich verarbeitet, während Land und Selbst wiederhergestellt werden.