Fotografie, Politik

BJP #7925 | Ghost in the Machine

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196 pages

2026

300mm × 230mm

Softcover

SKU

AB8630

Cost

£20.00
Ausgehend von Ghost in the Machine untersucht diese Ausgabe die Fotografie als technologisches System, das sowohl von menschlicher Absicht als auch von maschineller Logik geprägt ist. Da künstliche Intelligenz und automatisierte Sichtweise zunehmend in die Produktion und Interpretation von Bildern eingebunden werden, fragt die Ausgabe, was Fotografie offenbart – und was sie verschleiert –, wenn die Handlungsmacht zwischen Menschen und Geräten geteilt wird. Dabei erscheint Fotografie nicht als neutraler Aufzeichner, sondern als ein Medium, das von Abwesenheit, Verzerrung und Unbehagen geprägt ist. Lisa Barnards You Only Look Once erweitert ihre Forschung zum automatisierten Sehen und konstruiert eine desorientierende Begegnung mit der Wahrnehmung selbst, während Bharat Sikkas Elephant in the Room ein Sprachmodell nutzt, das auf seinem eigenen Archiv trainiert wurde, um neue Bilder zu erzeugen. Alison Weaver, die eine Ausstellung über KI kuratiert, weist auf die unheimlichen Verständnislücken hin, die selbst bei den Entwicklern der Systeme bestehen bleiben. An anderer Stelle erforschen die Kuratoren Max Gorbatskyi und Viktoria Bavykina, wie Bilder im Krieg in der Ukraine funktionieren, wo Drohnen, neue Medien und Kunst im zeitgenössischen Konflikt verflochten sind. Parallel dazu taucht die analoge Fotografie als eine von Gespenstern durchdrungene Gegenwelt wieder auf. Åsa Johannesson und Johny Pitts arbeiten beide mit Film, nehmen Unvollkommenheit, Veralterung und überlieferte Werkzeuge an, um die anhaltende Fremdheit der Fotografie offenzulegen. Gefundene Bilder, Archive und bedrohte Ateliers werden von Aikaterini Gegisian, Keisha Scarville, Rehaf Al Batniji und einem anonymen Künstler aus dem Iran erneut betrachtet, was die Rolle der Fotografie in Erinnerung, Zeugenschaft und Überleben unterstreicht.