Fieldwork for Future Ecologies
„Fieldwork for Future Ecologies“ vereint Beiträge von Künstlern, Schriftstellern und Theoretikern und behandelt die Rolle, die künstlerische Praxis und kunstbasierte Forschung bei der Erweiterung des Feldarbeitsbegriffs spielen. Dieses Buch ist zugleich ein Handbuch für Forschung und Praxis sowie eine philosophische Spekulation und bietet die einzigartige Gelegenheit, Arbeitsweisen in äußerst unterschiedlichen Klimazonen und Landschaften mithilfe von Bild, Ton, Bewegung und anderen Wahrnehmungstechnologien zu erkunden. Es bietet zudem kreativere und spekulativere Eingriffe in die Idee und den Ort des „Feldes“ selbst.
Mit Fokus auf eine Reihe von Projekten aus verschiedenen geografischen Regionen und Situationen hebt das Buch den entscheidenden Beitrag hervor, den Kunst zu Umwelt- und Klimastudien leisten kann, und bietet eine wertvolle Intervention in aktuelle Diskussionen über künstlerische Praxis und Forschung. „Fieldwork for Future Ecologies“ präsentiert eine Reihe von Vorschlägen und Spekulationen – radikale Praktiken für radikale Zeiten.
Beitragende Autoren: Angus Carlyle, Alliance of the Southern Triangle/AST (D Bauer, F Grodin, P M Hernandez, E Kedan), Bianca Hester, Bridget Crone, David Burns, Henriette Gunkel und Eline McGeorge, Imani Jacqueline Brown, Julie Gough, Kate Pickering, Kreider + O’Leary, Kristen Sharp, Melody Jue, Nicholas Mangan, Philip Samartzis, Polly Stanton, Ruth Maclennan, Sam Nightingale, Saskia Beudel, Simon O’Sullivan, Susan Schuppli, Therese Keogh.
Zur Herausgeberin: Bridget Crone ist Senior Lecturer für Visuelle Kulturen an der Goldsmiths, University of London. Ihre Arbeit als Kuratorin und Autorin bewegt sich an den Schnittstellen von Theorie und Praxis; sie verwebt verschiedene Praxisfelder, um neue Formen der Begegnung zwischen Körper und Bild vorzuschlagen. Zu ihren Büchern zählen The Edinburgh Companion to Curatorial Futures (herausgegeben zusammen mit Bassam El Baroni), demnächst bei Edinburgh University Press, und The Sensible Stage: Staging and the Moving Image, Intellect / University of Chicago Press, 2017. Jüngste Essays umfassen: „Future“ (2019, mit Henriette Gunkel, The Bloomsbury Handbook for 21st Century Feminist Theory, London: Bloomsbury); „Flicker-time and Fabulation: from flickering images to crazy wipes“ (2017, Fictions and Futures, London: Repeater Books); „Liquid States and the Image“ (2015, Technologism, Monash University Museum of Art, Melbourne).
Sam Nightingale ist Künstler und Forscher im Bereich Umweltmedien. Er arbeitet mit kreativen Methoden, um die spektral-materiellen Komplexitäten von Siedlerkolonialismus, Extraktivismus und deren anhaltenden Umwelt-, ethischen und politischen Auswirkungen auf menschliche und nicht-menschliche Welten neu zu denken und darzustellen. Nightingale ist an verschiedenen interdisziplinären Projekten beteiligt, darunter die Leitung von Feldlaboren und die Zusammenarbeit mit ländlichen Gemeinschaften, Wissenschaftlern, Geographen und Sozialwissenschaftlern in Europa und Australien. Er ist Mitglied des Centre for Research Architecture (Goldsmiths, University of London) – einem internationalen Netzwerk von Künstler-Forschern, die an der Schnittstelle von Architektur, Recht, Medien und Klimawissenschaft arbeiten, wo er auch als Doktorand eingeschrieben ist. Zudem ist er Dozent an der School of Architecture des Royal College of Art.
Polly Stanton ist Künstlerin und Filmemacherin. Ihre Filme und Installationen konzentrieren sich auf umstrittene Orte und zeigen Landschaft als politisch aufgeladenes Verhandlungsfeld, das mit Geschichte, Technologie und Kapital verflochten ist. Klang und Zuhören spielen in Stantons Arbeit ebenfalls eine zentrale Rolle, als Prozess der Einstimmung und als Mittel, dem Unsichtbaren und Ausgeschlossenen Aufmerksamkeit zu schenken. Stantons Arbeitsweise ist expansiv und ortsbezogen, ihre Praxis überschneidet sich mit verschiedenen Disziplinen wie Filmproduktion, Sounddesign, Feldforschung, Schreiben und Publikation. Polly hat sowohl in Australien als auch international umfangreich ausgestellt und zahlreiche Stipendien sowie Artist-in-Residence-Programme erhalten. Sie ist Dozentin und Forscherin an der School of Media and Communication der RMIT.