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Alex Hunting Studio

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144 pages

2026

340mm × 270mm

Softcover

SKU

AB8589

Cost

£20.00
Footnote ist ein Journal für künstlerischen Austausch, das auf einer einfachen Idee basiert: In jeder Ausgabe wird ein einzelner zentraler Text zum Ausgangspunkt für eine kollektive Reaktion. Schriftsteller, Künstler und Fotografen sind eingeladen, sich frei mit diesem Text auseinanderzusetzen – durch Essays, Bilder, Interviews und visuelle Experimente – und so einen gemeinsamen Ausgangspunkt über Disziplinen und Perspektiven hinweg zu entfalten. Für die zweite Ausgabe ist der zentrale Text The Merchant of Colours, eine originelle Fabel, die Ben Okri, Gewinner des Booker Prize, eigens für Footnote geschrieben hat. In der Geschichte stellt Okri sich eine Welt vor, der die Farbe entzogen wurde, die durch einen wandernden Händler verwandelt wird, der Farbe zu Menschen, Landschaften, Tieren und der Kunst selbst zurückbringt. Die Fabel wird sowohl zur Metapher als auch zur Provokation: Was ist Farbe, wie nehmen wir sie wahr und warum übt sie eine so starke emotionale Kraft aus? Als Antwort auf Okris Text erkunden die Beitragenden Farbe als Wahrnehmung, Instinkt, Erinnerung und Konstruktion. In einem Interview beschreibt die Sehforscherin Professor Anya Hurlbert Farbe als ein zutiefst menschliches Phänomen, das nicht einfach nur beobachtet, sondern vom Gehirn erschaffen wird. Andrew Berardini reflektiert über die Fähigkeit der Kunst, die Wahrnehmung zu erneuern, während Luke Evans mit Dunkelkammer-Techniken die Landschaften Nordwales mit verstärkter, imaginierter Farbe neu belebt. Maximilian Virgili bietet eine gesättigte, diffuse fotografische Studie des Berliner Zoos, und die dänische Malerin Eva Helena Pade spricht über ihren intuitiven, traumgeleiteten Prozess, in dem Farbe Form und Bedeutung vorausgeht. Weitere Beiträge stammen von Mattia Balsamini, RZ Baschir, Leon Chew, Nishant Choksi, Louis Mason, Max Miechowski, Nadia de Vries und Paul Rousteau und bilden eine vielschichtige, kollektive Meditation über Farbe in Text und Bild. Gegründet im Jahr 2024, bringt Footnote aufstrebende und etablierte Stimmen zusammen, die auf einen gemeinsamen literarischen Anker reagieren, und schafft jede Ausgabe als eigenständiges, kollaboratives Werk. Die zweite Ausgabe setzt diesen Ansatz fort und nutzt Okris Fabel als Linse, durch die Farbe zu einer Denk-, Seh- und Vorstellungsweise des Andersseins wird.