of 7
Die Publikation Jongsuk Yoon widmet sich der Praxis der südkoreanisch-deutschen Künstlerin, die seit 2012 gemalte Werke schafft, die ihre Visionen in immer größeren Formaten artikulieren. Ihre gestischen, lebhaft kolorierten „Landschaften der Seele“ sind nicht nur Darstellungen der Natur, sondern poetisch aufgeladene Begegnungsräume, in denen sich Fantasie, Erinnerung und kulturelle Zugehörigkeiten überschneiden. In ihrem malerischen Zugang zu Kŭmgangsan – dem Gebirge an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea – verweist die Künstlerin auf die politische Dimension historischer Wandmalereien. Zwischen Paradigmen ostasiatischer Traditionen und westlichem Modernismus oszillierend, macht Yoons transkulturelle Bildsprache Landschaft über nationale Topografien hinaus zu einem Resonanzraum, in dem Identität und eine Beziehung zur Welt sich entfalten können.
Essays von Heike Eipeldauer und Adam Budak sowie ein Gespräch zwischen Jongsuk Yoon und Hans Ulrich Obrist bieten ein tieferes Verständnis für das Werk der Künstlerin und verorten ihre einzigartige Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst.