Kaino E
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Kaino E ist ein langfristiges dokumentarisches Fotobuch, das sich auf Kunihiko Kaino konzentriert, einen der letzten überlebenden japanischen Perltaucher mit Harthelm, der nach dem Zweiten Weltkrieg von Taiji, Wakayama, nach Broome in Westaustralien auswanderte. Das Projekt begann 2021 durch eine persönliche Verbindung und entwickelte sich über mehrere Jahre enger Zeit, die mit Herrn Kaino in seinem Zuhause in Fremantle verbracht wurde, sowie während seiner letzten Rückkehr nach Japan, um seine 98-jährige Schwester zu besuchen.
Das Buch entfaltet sich in drei Teilen: Japan, Australien und ein zentrales Kapitel, das Fotografien von drei Generationen zusammenführt: Bilder, die von Herrn Kainos Vater, von Herrn Kaino selbst und von Alsharrah gemacht wurden. Über fast ein Jahrhundert hinweg verfolgen diese Fotografien eine gelebte Lebenslinie über Ozeane hinweg, die Familienerinnerung, Migration und Arbeit durch eine gemeinsame visuelle Linie verbindet.
Der Titel „Kaino E“ leitet sich von Herrn Kainos Namen ab, der im Japanischen als „Ozeanfeld“ gelesen werden kann und ein Leben widerspiegelt, das vom Meer geprägt ist. Das Suffix E, das in einem Brief als „an“ oder „lieber“ verwendet wird, positioniert das Buch als eine Form der Ansprache. In diesem Sinne fungiert Kaino E als Ode, ein Brief an Herrn Kaino und an eine Generation von Tauchern, deren Geschichten allmählich verblassen.
Das Projekt, das auf Zusammenarbeit und langfristigem Engagement beruht, bewegt sich zwischen dokumentarischem Bericht und fotografischem Gedicht. Es reflektiert Freundschaft, Rückkehr und Erinnerung und verortet ein individuelles Leben im weiteren Erbe der japanischen Perltaucher in Australien, über Generationen, Grenzen und das beständige Feld des Ozeans hinweg.