Kerim In The Sky With Seiler
In den mittleren Neunzigern malt Kerim Seiler Zürcher Stadtmöbel auf gefundene Spanplatten. Gewähltes Alltagsdesign dient als bereit zu bemalendes Objekt und wird in Piktogrammen protokolliert. Seilers Gemälde lösen sich in einzelne Elemente auf, die dreidimensional werden. Seine Arbeit wird begehbar und kann von hinten betrachtet werden. Man steht sozusagen "innerhalb des Äußeren" im Bild. Klarheit und Praktikabilität verleihen Seilers Werk den Anspruch einer sozialen Skulptur, ohne auf grundlegende Auseinandersetzungen angewiesen zu sein. Durch Flexibilität und Humor strahlen die Skulpturen eine integrative Qualität aus. Das Werk von Kerim Seiler ist immer unterwegs und manchmal Gast bei netten Menschen. A. C. Kupper
Veröffentlicht von Nieves.