Kunst, Theorie & Schreiben

P L S magazine, issue 40 – normes corps

Publishers

Palais de Tokyo

Info

112 pages

2026

280mm × 210mm

Softcover

ISBN

9782847111538

Cost

£7.00
Ausgabe 40 des P L S Magazins präsentiert ein Ensemble von Künstler*innen und kritischen Denker*innen, deren Praxis von den gelebten Erfahrungen mit Behinderung und Fragen der Zugänglichkeit geprägt ist. Von den 1970er Jahren bis heute hinterfragen diese Perspektiven die Grundlagen nordamerikanischer und westeuropäischer Gesellschaften, die um Ideale wie Geschwindigkeit, Autonomie, Leistung und Hyperproduktivität kristallisiert sind. Jeder Beitrag legt die Mechanismen des Ableismus offen, die eine Hierarchie zwischen Körpern etablieren. Gemeinsam erinnern sie uns daran, dass die vermeintliche „Nicht-Behinderung“, auf der dieses System beruht, alles andere als dauerhaft ist. Von Poesie über Archivmaterialien und Essays bis hin zu visuellen Kunstwerken beanspruchen sie einen Platz für Körper und Wesen, die historisch ausgelöscht, stark stigmatisiert wurden und die die Gegenwart weiterhin aus den Zukünften verdrängt. Indem sie den Status quo der Sozialität problematisieren, entstehen Disability-Kulturen als kritische Kraft. Sie eröffnen neue Perspektiven und Ästhetiken, passen kulturelle Praktiken und Methoden an unsere Realitäten an – und nicht umgekehrt. Dabei verschieben sie Normen, erweitern die Grenzen der Repräsentation und entwerfen Zukünfte, die auf die Vergänglichkeit von Körpern, Zuständen und Umgebungen abgestimmt sind. * Texte und visuelle Beiträge von Panteha Abareshi, Salomé Burstein, Lucie Camous, Étienne Chosson, Eulalie Combe, Rosemarie Garland-Thomson, Arthur Gillet, Joseph Grigely, Diane Maroger, No Anger, Benoît Piéron, Cheryl Marie Wade, Emily Watlington * Diese Ausgabe erscheint anlässlich einer neuen Ausstellungsreihe im Palais de Tokyo (03.04 – 13.09 2026), insbesondere Joseph Grigelys Einzelausstellung „This Is Where We Are“, Benoît Piérons Einzelausstellung „Shadow Polish“ sowie der Gruppenausstellung „Cheryl Marie Wade, the Queen-Mother of Gnarly“, kuratiert von Lucie Camous und Étienne Chosson, basierend auf einem unvollendeten Dokumentarfilm von Diane Maroger (mit: Panteha Abareshi, John Lee Clark, Tarik Dobbs, Noa Micaela Fields, Joseph Grigely, Carolyn Lazard, Diane Maroger, Park McArthur, Saleem Hue Penny).