Eine Schlüsselfigur der movida madrileña Spaniens, Miguel Trillo, hat sein Leben damit verbracht, Jugendkulturen und urbane Ästhetik zu dokumentieren – von den späten Franco-Punks bis zur ersten Generation spanischer Rapper und den heutigen Jugendlichen. Seine Fotografien, die zwischen Kunst, Reportage und visueller Soziologie angesiedelt sind, zeigen, wie Stil und Selbstausdruck auf den Straßen Gestalt annehmen.
Im Zentrum seiner Arbeit steht Rockocó, eine legendäre Serie selbstveröffentlichter Fanzines aus den 1980er Jahren, die heute als Ikone der movida gilt. Durch scharfe, einfühlsame Porträts fing Trillo die Vielfalt, Freiheit und kreative Energie einer Generation ein, die sich neu erfand.
Diese neue und bisher unveröffentlichte Ausgabe #8, Especial Hip-Hop Madrid 1986–1991, vervollständigt die Originalserie. Die Fotografien wurden für ein Fanzine aufgenommen, das nie realisiert wurde – bis jetzt. Sie zeigen die Pioniere des spanischen Hip-Hop in Madrid: B-Boys, Fly Girls DJs, Graffiti-Künstler und MCs, gesehen durch Trillos unverwechselbares Auge für Authentizität und Details.
Gedruckt im originalen Fotokopierformat und anlässlich der Paris Photo 2025 veröffentlicht, erweckt ROCKOCÓ Número Ocho die rohe Energie einer Bewegung im Entstehen – ein fehlendes Kapitel in der visuellen Geschichte des europäischen Hip-Hop.