AUSGABE 87 (Frühling 2026): Alles ist Computer
Gib es zu. Es gibt keinen wirklichen Unterschied mehr zwischen „echtem Leben“ und dem Leben online, selbst wenn man einfach nur im Park sitzt. Warum sollte Kunst also nicht das wütende, melancholische, psychedelische Gefühl widerspiegeln, dass wir, selbst wenn wir unsere Bildschirme ausschalten, alle dauerhaft eingeloggt sind? Eine neue Ära verdient neue Ästhetiken, aber auch Fabeln, Werte und Protokolle. Alles ist miteinander verwoben. Alles ist Computer.
Mit Beiträgen von Brian Droitcour über Lore und NFTs; Marek Poliks & Roberto Alonso Trillo über Exokapitalismus; der Patentante des Internet-Mädchen-Daseins, Ann Hirsch; der Einordnung des tech-feministischen bis tech-faschistischen Spektrums mit Anan Fries; einem visuellen Essay von Ruba Al-Sweel & Al Hassan Elwan; Gideon Jacobs verteidigt nutzlose Bilder; Dena Yago über das zweite Leben von Memes; Günseli Yalcinkaya prophezeit ein neo-orales Zeitalter; eine Einführung in das Internet-Kino mit Dana Dawud; Gary Zhexi Zhangs Guide zu Shenzhen, „Chinas Silicon Valley“; und eine unverzichtbare Rückseite von Tea Hačić-Vlahović: „Untergrundgemeinschaften bestehen gegen alle Widrigkeiten. Wie Ratten und Atombomben.“ Plus! Unser neuer Lifestyle-Bereich „LIFEMAXXING“.