The Boy Is Beautiful #5
The Boy Is Beautiful kehrt mit seiner fünften und bisher köstlichsten Ausgabe zurück. Heterotopien reisen durch die queeren Räume, die wir erschaffen, um zu überleben, zu verführen, zu verehren, zu verschwinden und zu werden. Auf satten 228 Seiten platzt das Magazin aus allen Nähten und bewegt sich durch orgiastische Rituale, architektonische Fantasien, FKK-Strände, Aktivistennetzwerke, Darkrooms, Drag-Bühnen, Poesie, Cruising-Spots und sonnenverwöhnte Inseln, wobei es queere Raumgestaltung von der Antike Griechenlands über den Cyberspace bis hin zu mit Kunstleder ausgekleideten Verliesen nachzeichnet.
Im Inneren bewegt sich unser Coverfotograf Spyros Rennt durch Berliner Lagerhallen und Ägäis-Dämmerungen; die legendäre Drag-Ikone aus East London, A Man To Pet, reflektiert über zwanzig Jahre Spektakel und Gemeinschaftsbildung; und René Habermacher inszeniert seine Odyssee in original Versace Couture. An anderer Stelle erforscht Prishita Maheswhari-Alpin Indiens zeitgenössische Kink-Kultur in Beyond the Kama Sutra, Kleanthis Kyriakou hinterfragt die architektonische Ausbildung durch die Queer School of Thought, und Theodore, der Designer hinter der Kultmarke Intellectual Leisure, führt uns durch den Tempel von Kavla. Lucas LaRochelle kartiert queeres Gedächtnis durch Queering The Map, Domhnall Nolan spricht über die Gestaltung von Räumen und Möbeln für Vergnügen, während Kurator Davy Pitoors die aufstrebende queere Kunstszene durch Queeriosities reflektiert. Die Newcomerin hawtie Alexandros, fotografiert von Dario Laureano, führt eine sonnenverwöhnte Pilgerreise durch das schwule Pantheon der Inseln – Mykonos, während Ilias Sapountzakis die Geschichte der heißesten FKK-Destinationen Griechenlands nachzeichnet. Schmutzige Leserbeichten treffen auf die fiebrigen Kunstwerke des Berliner Duos Greif Lazic, neben queerer Poesie, dionysischen Riten, Cruising-Stränden, Aktivistengeschichten, Sexgöttinnen und genug Schweiß, Meerwasser, Poppers, Tränen, Gleitgel und Techno, um die Fenster des Olymps selbst zu beschlagen.
Mit Fotografien von Nick Knight, Mara Desypris, Angelos und vielen mehr fragt Ausgabe #5, Heterotopien, was möglich wird, wenn queere Menschen ihre eigenen Welten erschaffen – ekstatisch, dreckig, zärtlich, flüchtig… und doch trotzig ewig.