The Undivided City
Die ungeteilte Stadt von Jacqueline Schoemaker beschäftigt sich mit den sich verschiebenden Grenzen zwischen kontrolliertem und unkontrolliertem Raum sowie mit der Interaktion zwischen einem einzelnen Nutzer des urbanen Raums und der geplanten Umgebung. Der Titel leitet sich von einem politischen Instrument ab, durch das Bevölkerungsgruppen über die Stadt verteilt werden, um die Bildung von Ghettos zu verhindern, wodurch jedoch menschliches Verhalten normalisiert wird und Uniformität entsteht. In diesem Buch schneidet Jacqueline Schoemaker die Stadt in Scheiben, indem sie gerade Linien durch sie zieht. In einer Art horizontaler Archäologie beobachtet und erlebt sie gleichzeitig den urbanen Raum. Die daraus resultierenden Erkenntnisse berühren sehr konkret die Bedeutung des Begriffs „Gemeinschaft“.