This Is Not My Cat
Author
Takashi HommaPublishers
NievesInfo
82 pages
2025
178mm × 112mm
Softcover
ISBN
9783907179932
,
of 7
Eine Katze wandert umher, setzt sich nieder und faulenzt an verschiedenen Orten in einer bescheidenen Wohnung in Tokio. Sie ist vollkommen ruhig in ihrer Umgebung und geht einfach ihrem Alltag nach. Auf einem Bild liegt die Katze gelassen zwischen Topfpflanzen auf dem Balkon und blinzelt im Morgenlicht; auf anderen balanciert sie wackelig am Rand der Badewanne, kuschelt sich unter einen Schlafsack, spielt in einem Karton, versteckt sich unter einem geöffneten Regenschirm. Hier und da schleicht sich ein Hinweis auf den anderen Bewohner der Wohnung – einen Mann, der zufällig der international renommierte Fotograf Takashi Homma ist – ins Bild. Ein Knie, ein Fuß, eine blonde Haarsträhne, eine halbe Gesichtshälfte. Es gibt auch Spuren seines Lebens und seiner Arbeit. Gerahmte Fotodrucke, in Luftpolsterfolie gehüllt, lehnen an einer Wand; ein Gewirr aus Effektpedalen für Musikinstrumente bildet eine bunte Konstellation vor dem kühlen Blau des Teppichs.
Viele haben über die einzigartige Atmosphäre und Energie von Takashi Hommas Bildern geschrieben. Seine fotografische Art ist so leicht, so subtil einfühlsam gegenüber seinen Motiven, dass wir förmlich in die von ihm geschaffene Welt eintauchen. Die Fotografien, die This Is Not My Cat bevölkern, bilden da keine Ausnahme. Ohne jeglichen Hang zu Aufgeregtheit oder Perfektion sind diese Bilder locker, tagebuchartig und alltäglich. Als Betrachter werden wir Teil der Bilder und ihrer Stimmung, anstatt uns in Details zu verlieren. Es geht hier ebenso sehr ums Fühlen wie ums Sehen.
Der Titel – This Is Not My Cat – scheint mehrteilig zu sein. Während die Anomalie in Hommas ikonischem Fotobuch Tokyo and My Daughter darin besteht, dass das abgebildete Mädchen tatsächlich nicht seine eigene Tochter war, wird hier seine eigene Katze als die eines anderen dargestellt. Oder vielleicht ist es so, dass die Unabhängigkeit einer Katze sich nicht wirklich einschränken lässt. Sie leben, spielen und existieren still neben uns. Sie bewegen sich im Schatten unseres Lebens, aber für immer in ihrer eigenen Welt.