Architektur, Kunst

Über Brücken – Bridging

Info

280 pages

2025

200mm × 140mm

Taschenbuch

ISBN

9783964360960

Cost

£25.00
Über Brücken Bridging wird anlässlich des gleichnamigen Performance- und Ausstellungsprojekts im öffentlichen Raum veröffentlicht, das von Lisa Klosterkötter und Elena Malzew kuratiert wurde und zwischen September 2022 und September 2024 stattfand. Das Projekt erstreckte sich über drei lange Sommer und präsentierte künstlerische Interventionen, Performances, Lesungen, Klangstücke, temporäre Ausstellungen und Installationen auf und rund um die sieben Rheinbrücken in Köln. Die Kölner Brücken sind historische Symbole urbaner Transformation und zentrale Strukturelemente der Stadt. Sie verbinden Stadtteile, die unterschiedliche Formen sozialen Wandels durchlaufen, und verknüpfen die Innenstadt-West mit dem Osten an sieben Punkten über den Rhein hinweg. Um sie herum verdichten sich soziale, kulturhistorische und sozioökonomische Erzählungen, die sich auf Migration und Arbeit, auf Stadtgeschichte und ihre Lücken, auf Umweltfragen sowie auf den öffentlichen Raum und seine fortschreitende Privatisierung beziehen. Brücken sind nicht nur architektonische Übergänge, sondern auch materielle Ausdrucksformen sozialer Ordnungen. Die Mehrheit der während Über Brücken – Bridging präsentierten künstlerischen Arbeiten waren ortsspezifische Produktionen, die sich in unterschiedlichem Maße mit den einzelnen Brücken, ihrer Rolle im zeitgenössischen und historischen Stadtleben oder ihrer Architektur, Materialität und Körperlichkeit auseinandersetzten. Die Publikation Über Brücken Bridging versteht sich als Gegengewicht zur Vergänglichkeit des Performance- und Ausstellungsprojekts. Sie erweitert zudem die Auseinandersetzung mit Fragen, die im Rahmen der Arbeit rund um Brücken entstanden sind, und öffnet neue Kapitel, wie das Verschwinden der Öffentlichkeit und künstlerische Interventionen, die Gemeinschaft fördern (Martin Karcher); Sichtbarkeit und Gedenken im öffentlichen Raum (Son Lewandowski); Eigentum an Erinnerung und kollektives Trauma, das unsichtbar gemacht wird (Ani Menua); koloniale Spuren im Kölner öffentlichen Raum (Marianne Bechhaus-Gers); öffentlicher Raum als Publikationsplattform (Laura Martens); ein Gastro-Guide zu den Umgebungen der Brücken (Julius Vapiano); eine Ballade, die von den Brücken selbst erzählt wird (Nora Hansen); sowie Obdachlosigkeit und architektonische Schwellen zwischen Ausschluss und Inklusion im öffentlichen Raum (Alexander Hagner).