Dieses Buch erscheint anlässlich von VENUS, Joana Vasconcelos’ Ausstellung bei PM23 (18. Januar – 31. Mai 2026) und an ausgewählten öffentlichen Orten in Rom. Es wurde im Dialog mit dem Werk und Erbe von Valentino Garavani entwickelt und von der Fondazione Valentino Garavani e Giancarlo Giammetti produziert. Die Stiftung, die als philanthropische Einrichtung für Bildung, Kultur und gesellschaftliches Engagement konzipiert ist, versteht das Projekt nicht nur als Ausstellung, sondern als Plattform, auf der Kunst, Mode und bürgerschaftliche Teilhabe zusammenfließen.
VENUS betrachtet Valentinos Werk als materielles und konzeptuelles Archiv. Seine Formen, Farben und Techniken werden in großformatige Skulpturen und räumliche Umgebungen übersetzt, die Mode in den Bereich von Installation und öffentlichem Raum erweitern. Im Zentrum des Projekts steht Valkyrie Venus, eine monumentale Figur, die aus Tausenden von gehäkelten und textilen Modulen zusammengesetzt ist, die durch ein breites partizipatives Netzwerk entstanden sind, an dem Schulen, Krankenhäuser, Flüchtlingsunterkünfte, Frauenhäuser und Gefängnisse beteiligt sind. Das Buch dokumentiert sowohl diesen kollektiven Prozess als auch das fertige Werk und zeigt Handwerk als soziale Praxis, die auf Fürsorge, Wiederholung und gemeinsamer Arbeit basiert.
Herausgegeben von Pamela Golbin, mit Texten von Pamela Golbin, Anna Coliva, Giulia Silvia Ghia, Daniele Luchetti und Lucia Milazzotto, vereint der Band kritische Essays, visuelle Dokumentationen und erzählerische Materialien, die Vasconcelos’ Werk in die historische und symbolische Landschaft Roms sowie in weiter gefasste Reflexionen über Ornament, Barock und die Politik der Präsentation einordnen. Ein spezielles Projekt von Daniele Luchetti, eigens für das Buch entwickelt, erweitert die Ausstellung um eine parallele filmische und dokumentarische Dimension, in der die Stimmen und Erfahrungen der beteiligten Gemeinschaften festgehalten und das Projekt in einer sozialen Realität verankert werden.